„Teilhabe braucht Zeit, aber sie lohnt sich“ – Sachausschuss Seelsorge für Menschen mit Behinderung beendet Arbeitsperiode
Eichstätt. (pde) – „Wir sind in Deutschland der einzige Sachausschuss Seelsorge für Menschen mit Behinderung in einem Diözesanrat. Als solcher wollen wir auch in Zukunft in Kirche und Gesellschaft hineinwirken.“ Mit diesen Worten beendete die Vorsitzende dieses Ausschusses im Diözesanrat Eichstätt, Elfriede Späth-Werner, am Samstag im Eichstätter Priesterseminar die letzte Sitzung des Gremiums in der Arbeitsperiode 2022 bis 2026. Zu dem Treffen eingeladen waren, an dem rund 20 Sachausschussmitglieder teilnahmen, der neue Fachbereichsleiter für „Kategoriale Seelsorge“, Markus Demeter, sowie Stephanie Kuppe, Referentin für Hörbehinderten- und Taubblindenseelsorge im Bistum Eichstätt.
Demeter teilte den Anwesenden mit, er freue sich sehr, nun seit Oktober des vergangenen Jahres unter anderem für das Tätigkeitsfeld „Seelsorge für Menschen mit Behinderung“ zuständig zu sein. Nach seinem Studium der Religionspädagogik mit Schwerpunkt Pastoral für Menschen mit Behinderung sei er als Gemeindereferent in München häufig bei Firmungen mit betroffenen Kindern gewesen. „Die Jugendlichen, die wir als behindert beurteilen, die ich aber meist als glücklich erlebt habe, haben mich nachhaltig beeindruckt“, sagte Demeter.
Im Sachausschuss wollte Demeter erfahren, wo den Mitgliedern „der Schuh drückt“. Heidi Stowasser erzählte von einem Jungen mit Behinderung, dessen Teilnahme an der Erstkommunionvorbereitung in einer Ingolstädter Pfarrei erschwert worden sei. Demeter informierte daraufhin, es sei auch ihm ein Anliegen, dass Gottesdienste sowie generell das Leben in Pfarreien inklusiver gestaltet würden. Eine Aufgabe des Sachausschusses könne es zukünftig sein, gemeinsam mit dem Diözesanverantwortlichen für die Pastoral mit und für Menschen mit Behinderung, Pfarrer Alfred Grimm, Wege zu suchen, wie vorhandene Schwellen in Pfarreien abgebaut werden können. Der Sachausschuss beschloss daraufhin, das Thema „Teilhabe aller Schulkinder an der Sakramentenpastoral“ in seiner ersten Sitzung der kommenden Diözesanratsperiode im Oktober 2026 auf die Tagesordnung zu setzen.
Stephanie Kuppe gab dem Gremium einen Einblick in ihre Arbeit in der Hörbehinderten- und Taubblindenseelsorge. Diese reicht nach ihrer Darstellung von Gebärdensprachkursen über die Suche nach Ehrenamtlichen bis hin zur Vernetzung gehörloser Menschen untereinander. Stephanie Kuppe wünscht sich, dass sich Betroffene im Bistum Eichstätt noch besser organisieren und mehr Freiwillige für diesen Bereich gewonnen und begleitet werden. Grundsätzlich meinte sie: „Teilhabe braucht Zeit, aber sie lohnt sich.
